Psychosoziale Betreuung

Psychosoziale Betreuung

Die Psychosoziale Betreuung (PSB) ist ein wichtiger Bestandteil von Substitutionsprogrammen und wird in der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) geregelt. Danach muss eine Substitutionsbehandlung im Rahmen eines Behandlungskonzepts erfolgen, das psychiatrische, psychotherapeutische oder psychosoziale Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen beinhaltet.1

Die Aufgaben der PSB orientieren sich an den Zielen der Substitutionsbehandlung. Im Zentrum stehen dabei die motivierende Arbeit mit dem Patienten, die Bewältigung von Krisensituationen und seelischen Begleiterkrankungen, die soziale Stabilisierung sowie die Integration in das Arbeitsleben. Diese vielschichtigen Aufgaben machen eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen medizinischer und psychosozialer Betreuung unabdingbar.2

Den Patienten wird mit unterschiedlichen Methoden der Sozialarbeit, Psychotherapie und Suchttherapie geholfen. Therapeuten begleiten die Patienten auf dem Weg, ihre Erkrankung und alle damit zusammenhängenden Probleme zu verstehen. Dieses Verständnis für die Erkrankung und deren Begleiterscheinungen ist eine Voraussetzung für den eigenverantwortlichen Umgang mit ihr.2 Therapeuten zeigen Möglichkeiten auf, wie mit der Erkrankung umgegangen werden kann und wie Angehörige die Patienten unterstützen können.

Quelle

1.

Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung vom 20. Januar 1998 (BGBl. I S. 74, 80), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 5. Dezember 2014 (BGBl. I S. 1999) geändert worden ist.

2.

Positionspapier Psychosoziale Betreuung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Hamm 2010.

Substitutionsbehandlung in Deutschland

In Deutschland leben etwa 200.000 heroinabhängige Menschen.

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Kriterien für die Therapie

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