Schmerzmittel

Medikamentöse Schmerztherapie

Medikamente ermöglichen eine hocheffektive Schmerztherapie

Für die Behandlung von Schmerzen ist eine breite Palette an Schmerzmitteln erhältlich. So gibt es sogenannte Nicht-Opioid-Analgetika werden nicht-opioide Schmerzmittel (z.B. Paracetamol, Metamizol, ASS, Diclofenac) und opioide Schmerzmittel (z. B. Morphin, Oxycodon, Hydromorphon) unterschieden.">Analgetika, die teilweise frei verkäuflich sind und häufig bei schwächeren Schmerzen zum Einsatz kommen. Bei der Behandlung von starken Schmerzen haben sich hingegen Opioide bewährt. Sie sind die am stärksten wirksamen Schmerzmittel, die der modernen Medizin zur Verfügung stehen. Opioide lindern den akuten Schmerz und tragen dazu bei, dass dieser nicht chronisch wird. Diese positiven Effekte wurden zum Beispiel von einer internationalen Expertenkonferenz im sogenannten "Frankfurter Konsensus" hervorgehoben.

Zu den Einsatzgebieten der Opioide gehören starke Schmerzen des Bewegungsapparates sowie Schmerzen aufgrund von Nervenschädigungen (neuropathische Schmerzen), Krebserkrankungen (Tumorschmerzen) und Operationen (postoperative Schmerzen). Um eine möglichst gleichmäßige Wirkung zu erzielen, sind moderne Opioide gegen Dauerschmerzen "retardiert". Das bedeutet, sie werden nach der Einnahme kontinuierlich über einen längeren Zeitraum im Körper freigesetzt. Die retardierte Darreichung ermöglicht eine sehr wirksame, anhaltende Linderung des akuten Schmerzes. Die 2mal-tägliche Einnahme der Schmerzmittel hat den Vorteil, dass der unterschiedliche Tag- und Nachtschmerz entsprechend individuell berücksichtigt und schmerzangepasst dosiert werden kann.

Keine Schädigung der inneren Organe

Wie andere wirksame Medikamente haben auch Opioide, die unter die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung fallen, Nebenwirkungen. Aber sie sind in keiner Weise schädigend für innere Organe wie Magen, Nieren oder Leber und eignen sich deshalb besonders gut für eine dauerhafte Therapie.

Die Nebenwirkungen, die zu erwarten sind, lassen sich meist durch entsprechende Begleitmaßnahmen gut in den Griff bekommen. So können zu Beginn der Therapie kurzfristig Übelkeit oder Müdigkeit auftreten. Diese bessern sich jedoch in der Regel nach einigen Tagen wieder. Auch Darmträgheit und Verstopfung sind häufige Nebenwirkungen einer Opioid-Therapie. Das Problem wird oft durch die eingeschränkte Beweglichkeit der Patienten verstärkt. Deshalb sollte man rechtzeitig gegensteuern. Zu möglichen Gegenmaßnahmen gehören eine ausgewogene Kost mit vielen Ballaststoffen, z.B. frischem Obst, Salat und Gemüse, und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Manchmal sind jedoch auch zusätzliche verdauungsfördernde Medikamente notwendig.

Darüber hinaus kann gegebenenfalls das Umstellen auf ein anderes Opioid sinnvoll sein. Denn um diese Nebenwirkungen zu umgehen, gibt es nun auch ein modernes Opioid-Präparat, das die normale Darmfunktion erhält und daher eine intelligente Schmerztherapie ermöglicht.

Können Opioide abhängig machen?

Einige Menschen haben Vorbehalte gegenüber einer Therapie mit Opioiden – begründet mit der Sorge, abhängig zu werden. Obwohl diese Sorge meist unnötig ist, kann das Risiko einer Abhängigkeit jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, so dass es durch den behandelnden Arzt bei jedem Patienten individuell geprüft werden sollte. Ein Abhängigkeitsrisiko besteht gegebenenfalls, wenn Opioide falsch angewendet oder missbraucht werden.

Langjährige Erfahrungen mit Opioiden in der Schmerztherapie zeigen, dass die Sorge vor psychischer Abhängigkeit gerade bei den modernen Arzneimitteln mit verzögerter Wirkstofffreisetzung eher unbegründet ist. Um die Risiken zu minimieren, sollten Sie die Präparate stets entsprechend der Anweisung Ihres Arztes regelmäßig einnehmen und die Dosierung nicht eigenmächtig verändern!

Auch vor einer Benommenheit und eingeschränkten Wahrnehmung durch Opioide braucht man keine Bedenken zu haben. Denn meist ist genau das Gegenteil der Fall. Ein mit Opioiden gut eingestellter Patient erlebt seine Umwelt bewusster und wacher, da die starken Schmerzen nicht mehr im Mittelpunkt seines Denkens und Fühlens stehen. 

Den Schmerz regelmäßig messen

Vor allem um den Erfolg der Schmerztherapie beurteilen zu können, ist es wichtig, die Intensität des Schmerzes regelmäßig zu ermitteln.

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