Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster

Das Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster ist ein auf drei Jahre angelegtes Forschungsprojekt, das weltweit erstmals die komplexen Zusammenhänge in der Versorgung von Schmerzpatienten innerhalb eines städtischen Gesundheitssystems analysiert.

Ziel ist es, Wissens- und Versorgungslücken an den Schnittstellen von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Schmerzpraxen und Hospizen zu erkennen und zu schließen. So soll zukünftig über Institutionsgrenzen hinweg eine umfassende und vernetzte Schmerzbetreuung für Patienten erleichtert werden.

Münster wurde als Modellstadt ausgewählt, da Parameter wie Einwohnerzahl, Gesundheits- und Krankheitsdaten, Sozialstruktur und medizinisches Umfeld den Anforderungen an das Projekt entsprachen.

In die Studie eingeschlossen sind 6 Krankenhäuser in Münster, alle Hospize, Palliativstationen und zwei Schmerzpraxen sowie eine Stichprobe von 14 Altenheimen und 14 ambulanten Pflegediensten.

Die medizinisch-wissenschaftliche Projektgruppe umfasst ärztliche Experten der Schmerztherapie und Palliativmedizin, pflegewissenschaftliche Mitarbeiter der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg sowie Experten aus anderen Bezugswissenschaften. Der wissenschaftliche Projektleiter ist Univ.-Prof. Dr. Jürgen Osterbrink, Lehrstuhlinhaber für Pflegewissenschaft an der Paracelsus Universität Salzburg.

Modellprojekt zur Versorgungsforschung – Ablauf:

Zum Projekteinstieg wird der Ist-Zustand des Schmerzmanagements in den jeweiligen Einrichtungen erfasst. Als Instrumente dienen Fragebögen für das medizinische und pflegerische Personal sowie für Patienten und Angehörige.

Auf Basis der Ergebnisse stellt das Expertenteam des Aktionsbündnisses Änderungsvorschläge zur Schmerzreduktion und/oder Schmerzbewältigung für die jeweiligen Einrichtungen zusammen, die danach in Absprache mit den Akteuren vor Ort implementiert werden. Ziel ist es, das Schmerzmanagement zu optimieren (Interventionsphase).

Zum Projektende hin werden alle Einrichtungen noch einmal re-evaluiert und es wird geprüft, inwieweit die Schmerztherapie durch die neuen Maßnahmen tatsächlich verbessert wurde. Mittels der Ergebnisse lassen sich die Fortschritte in Münster beurteilen.

Das Projekt wird begleitet durch 18 hochkarätige Kooperationspartner und Unterstützer aus allen relevanten Bereichen des Gesundheitssystems: Krankenkassen, universitäre Forschung, Apotheken, Fachgesellschaften, verschiedene Verbände und Netzwerke, Kliniken, Mediziner, Pflegende und öffentliche Verwaltung.

Engagement Mundipharma

Als Industriepartner und Hauptförderer unterstützt Mundipharma das Projekt, denn als führendes Unternehmen im Bereich der Schmerztherapie sehen wir uns in der Verantwortung, für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung von Schmerzpatienten einzutreten. Schon in der Vergangenheit haben wir daher verschiedene Initiativen und Forschungsprojekte unterstützt. Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Projekts machen es uns auch zukünftig möglich, unsere Arbeit und unser Engagement zielgerichtet für eine verbesserte Therapie von Schmerzpatienten einsetzen zu können.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.schmerzfreie-stadt.de

Schirmherrschaft

Daniel Bahr übernimmt die Schirmherrschaft für das Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster.

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Podiumsdiskussion

Gesundheitsminister Daniel Bahr diskutiert mit Experten die ersten Erkenntnisse aus dem Versorgungsforschungsprojekt.

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Website des Aktionsbündnisses

Weitere Informationen zu diesem Versorgungsforschungsprojekt finden Sie unter www.schmerzfreie-stadt.de.

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