Rheumalexikon

Die wichtigsten Fachbegriffe der rheumatoiden Arthritis für Sie auf einen Blick.

Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)

Chronisch verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankung, die sich vor allem auf die Wirbelsäule auswirkt.1

Autoimmunerkrankungen

Gruppe von Erkrankungen, bei denen sich das Abwehrsystem gegen körpereigene Stoffe oder körpereigenes Gewebe richtet.1

Basismedikamente

Langwirksame Antirheumatika, die Teile des entgleisten Immunsystems unterdrücken. Langfristig wirksam bedeutet, dass die Wirkung der Basismedikamente erst um einige Wochen verzögert nach Therapiebeginn einsetzt. Als Basistherapie gelten krankheitsmodifizierende anti-rheumatische Medikamente. Ihr Arzt wird womöglich von DMARDs (=Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drug) sprechen, dies ist der englische Begriff für die Basistherapie.1

Biologika

Biotechnologisch hergestellte Medikamente; blockieren bestimmte Entzündungsstoffe und werden vor allem bei schweren Verläufen eingesetzt.1

Biosimilar

Biosimilars sind Nachfolgeprodukte von Biologika, deren Patentschutz abgelaufen ist. Das Biologikum ist dabei die sogenannte Referenzsubstanz des Biosimilars. Ein aufwändiges Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gewährleistet die hohe Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit von Biosimilars.

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)

Die Bestimmung der Blutsenkungsgeschwindigkeit gehört zu den Untersuchungen, die einfach per Labor durchzuführen ist; sie gilt nicht als besonders spezifischer Entzündungsparameter. Die BSG kann Hinweise bei der Verlaufsbeurteilung von entzündlichen Erkrankungen geben. Jedoch ist die BSG bei zahlreichen Erkrankungen erhöht (auch bei nicht-entzündlichen Erkrankungen)  bzw. sie kann auch erhöht sein, ohne dass sich dafür eine Ursache finden lässt. Eine BSG unter Normalwert hingegen schließt einen entzündlichen Vorgang nicht aus.

Colitis Ulcerosa

Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die meist schubförmig verläuft. Symptome sind unter anderem Bauchkrämpfe und heftige Durchfälle, Blut und Schleim im Stuhl, Fieberschübe, Übelkeit und Gewichtsverlust.

C-reaktives Protein (CRP)

Die Blutuntersuchung auf CRP gibt Hinweise auf eine akute bzw. chronische Entzündung oder Autoimmunerkrankung. Aber auch bei Infektionen ist der CRP-Wert erhöht. Verglichen mit der BSG, weist das CRP etwas schneller und zudem auch sicherer auf eine Entzündung im Körper hin.1

Glukokortikoide (Kortison)

Glukokortikoide stehen als Oberbegriff für die verschiedenen Kortisontypen. Kortison, als Medikament, wirkt schnell entzündungshemmend und kann zudem Reaktionen des Immunsystems unterbinden.1

Kortisol

Körpereigenes Stresshormon, das in der Nebennierenrinde des Menschen gebildet wird.1

Lupus Erythematodes

Autoimmune Bindegewebserkrankung; Symptome sind u.a. Hautveränderungen, Entzündungen der Gefäße, Gelenke, Nerven, Muskeln oder verschiedener Organe.1

Monotherapie

Eine Monotherapie beschreibt die Behandlung mit einem Medikament, das nur eine Wirksubstanz erhält.1

Morbus Bechterew

Chronisch verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankung, die sich vor allem auf die Wirbelsäule auswirkt.1

Morbus Crohn

Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die meist schubförmig verläuft. Symptome sind unter anderem Bauchkrämpfe und heftige Durchfälle, Blut und Schleim im Stuhl, Fieberschübe, Übelkeit und Gewichtsverlust.

NSAR (Nicht-steroidale Antirheumatika)

NSAR wirken rasch entzündungshemmend und können zudem Schmerzen lindern. Sie wirken nur symptomatisch und haben damit keinerlei Einfluss auf den Krankheitsverlauf.1

Polymyalgia rheumatica

Entzündliche Erkrankung der Gefäße; betrifft vor allem Muskeln an Schulter und Becken.1

Psoriasis

Schuppenflechte

Psoriasis-Arthritis

Eine Folgeerkrankung der Schuppenflechte (Psoriasis) ist die Psoriasis-Arthritis (PsA = Schuppenflechtearthritis). Ausgelöst durch die Psoriasis entwickeln die Betroffenen Symptome einer rheumatischen Erkrankung wie geschwollene, schmerzende oder gar verformte Gelenke – die Folge von chronischen Entzündungen im Körper.

Remission

Remission steht für den Stillstand einer Erkrankung. Stillstand wird gleichgesetzt mit Symptomfreiheit.1

Rheuma

Beschwerden am Bewegungs- und Bindegewebssystem mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen. Rheuma steht als Oberbegriff für eine Vielzahl von entzündlichen Erkrankungen.1

Rheumatoide Arthritis (RA)

Früher auch chronische Polyarthritis genannt; Autoimmunerkrankung, die unbehandelt zu Gelenkzerstörung und Organschäden führt.1

Rheumatologe

Facharzt der Rheumatologie (Teilgebiet der Inneren Medizin oder Orthopädie), der sich mit entzündlichen Erkrankungen der Gelenke, Sehnen und Muskulatur sowie des Knochens und Knorpels beschäftigt.1

Sklerodermie

Autoimmune Bindegewebserkrankung; Bindegewebsverhärtung der Haut, teilweise auch der inneren Organe.1

Vaskulitiden

Entzündliche Gefäßerkrankungen1

Quelle

Schneider M, Lelgemann M, Abholz HH et al. (2011) Interdisziplinäre S3-Leitlinie: Management der frühen rheumatoiden Arthritis. 3. überarbeitete und erweiterte Auflage (siehe S. 60 Kapitel 8.2.2. „Labor“, S. 62-63 Kapitel 8.2.4. „Prinzipien der Therapie“, S. 69 Kapitel 8.10 „Glossar“)

Service

Wichtige Adressen und Informationen

Mehr

Tipps und Tricks für Ihren Alltag

Erfahren Sie mehr darüber, wir Sie Ihren Alltag angenehmer gestalten können.

Mehr

Informationsmaterial

Die Patientenbroschüre zum Download und mehr finden Sie hier.

Mehr