Wie erkennt mein Arzt Morbus Bechterew?

Insbesondere im Anfangsstadium ist Morbus Bechterew (auch Ankylosierende Spondylitis genannt) nicht einfach zu erkennen, da die Symptome individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Dennoch ist eine frühe Diagnosestellung wichtig, damit eine entsprechende Therapie eingeleitet wird, um dadurch bleibende Gelenkschäden verzögern oder gar verhindern zu können. Um die Verdachtsdiagnose Ankylosierende Spondylitis zu stellen, wird Ihr Arzt vermutlich die folgenden Untersuchungen durchführen:

Klinische Untersuchung:

Gerade im Frühstadium der Erkrankung liefern Ihre Symptome Ihrem Arzt wichtige Hinweise für die Diagnose, da bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT jetzt noch keine Veränderungen zeigen.

Ihr Arzt schaut sich nicht nur Ihre Wirbelsäule an, sondern zum Beispiel auch die Knie oder die Sehnenansätze an den Fersen, die bei Morbus Bechterew ebenfalls beteiligt sein können.

Ihr Hausarzt kann ertasten, ob es sich um eine entzündliche Schwellung oder um eine eher knöcherne Auftreibung handelt, wie sie bei einer Arthrose zu finden ist. Das Verteilungsmuster der sichtbaren Schwellungen an den betroffenen Gelenken kann weitere Hinweise auf die Diagnose Morbus Bechterew liefern.

Tipp:
Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über Ihre Beschwerden – wenn ein Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung vorliegt, wird er Sie zur Bestätigung der Diagnose zu einem Spezialisten, dem Rheumatologen, überweisen.

Familienanamnese:

Ihr Arzt wird Sie womöglich auch fragen, ob ein Verwandter ebenfalls an Morbus Bechterew erkrankt ist oder war, denn die Krankheitsgeschichte Ihrer Familie kann ein weiteres Indiz dafür sein, dass Sie Morbus Bechterew haben.

Laboruntersuchungen:

Durch Blutuntersuchungen erhält Ihr Arzt viele wertvolle Informationen. Bei Verdacht auf Morbus Bechterew wird meistens das sogenannte Routinelabor gemacht (häufig: Blutsenkungsgeschwindigkeit, Blutbild, Leber-/Nierenwerte sowie Serumlipide) sowie verschiedene weitere Entzündungsparameter bestimmt (CRP*, ACPA**, RF***). Im Gegensatz zur Rheumatoiden Arthritis ist der Rheumafaktor (RF) bei Morbus Bechterew häufig nicht vorhanden.

Ergänzend dazu kann die Bildgebung weitere Informationen für die Diagnosestellung liefern. Hier werden meistens MRT- oder Röntgenaufnahmen angefertigt und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt (Sonographie).

* CRP = C-reaktives Protein

** ACPA = Antikörper gegen citrullinierte Peptide/Proteine

*** RF = Rheumafaktor

Krankheitsbild Morbus Bechterev

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