Therapie

Trotz intensiver Forschung: Psoriasis und Psoriasis-Arthritis sind bis heute nicht komplett heilbar. Das soll Sie nicht beunruhigen, denn es gilt auch: Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto eher besteht die Chance, dass sie weniger schlimm verläuft oder sogar zum Stillstand kommt.

Je nachdem, ob die Psoriasis allein oder in Kombination mit einer Psoriasis-Arthritis auftritt, setzen Ihre Ärzte auf verschiedene Therapie-Bausteine, die sie je nach Schweregrad und Verlauf individuell für Sie zusammenstellen.

Linderung durch Licht – die Phototherapie

Die UV-Strahlen hemmen bestimmte Zellen des Immunsystems und drosseln so auch die übersteigerte Produktion von Hautzellen bei der Schuppenflechte.

Salz- und Seeluft – die Klimatherapie

Auch ein Aufenthalt am Meer bringt Erholung von der Psoriasis. Besonders das Tote Meer mit seinem hohen Mineraliengehalt hemmt die Entzündung und verstärkt die Wirkung des Sonnenlichts.

Äußerliche Hilfe durch Cremes und Lotionen

Gegen die Hautbeschwerden helfen Medikamente in Form von Cremes, Salben und Lotionen (topischer Ansatz). Linderung verschaffen auch spezielle Badezusätze und Shampoos. Um die Schuppen abzulösen, können auch Salbenverbände aufgelegt werden. Meist sind darin Wirkstoffe wie Salicylsäure, Harnstoff oder Milchsäure enthalten, oft auch Vitamin D. Häufig kombiniert man solche Präparate mit Kortisonsalben. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten: Bei einer Langzeitanwendung löst Kortisonsalbe selbst Hautschäden aus.

Begleitende Physiotherapie (bei Psoriasis-Arthritis)

Bei Einschränkungen der Gelenke unterstützen gezielte Übungen Sie dabei, Ihre Gelenke beweglich und Sehnen geschmeidig zu halten sowie Muskeln aufzubauen.

Die medikamentöse (systemische) Therapie

Wenn Cremes und Lotionen nicht helfen, können sogenannte „systemische“ (innerlich anzuwendende) Therapie-formen erforderlich sein, beispielsweise eine Behandlung mit Vitamin-A-Abkömmlingen (Retinoiden). Diese Wirkstoffe normalisieren das Zellwachstum und beschleunigen die Abschuppung. Bei der Psoriasis-Arthritis helfen sogenannte Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Das sind Schmerzmittel, die entzündungshemmend wirken, Gelenkschwellungen zurückbilden und Fieber senken.

Je nachdem, wie stark die Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis ausgeprägt ist, können Immunsuppressiva die Erkrankung auch langfristig in Schach halten. Sie können der Fehlfunktion des Immunsystems entgegenwirken, indem sie Entzündungen lindern und so den zerstörenden Prozess verlangsamen können. Bekannte Wirkstoffe sind Azathioprin, Sulfasalazin oder Methotrexat. Immunsupressiva werden entweder als Tablette, Spritze oder Infusion verabreicht.

Seit einiger Zeit werden auch biotechnologisch hergestellte Immunsuppressiva, sogenannte „Biologika“, oder auch „Biosimilars“ eingesetzt. Dazu gehören die TNF-α-Blocker, die zielgerichtet in das Entzündungsgeschehen eingreifen und im Idealfall die Erkrankung sogar stoppen können.

Biologika und Biosimilars

Biologika werden biotechnologisch hergestellt und wirken gezielt auf die chronisch-entzündliche Erkrankung im Körper. Sie bestehen aus Eiweißverbindungen, die im Körper unter anderem den Botenstoff TNF-α blockieren.

Es gibt diese TNF-α-Blocker auch als Biosimilars. Darunter versteht man Produkte, die vergleichbar mit Biologika-Originalen sind, da sie genauso hergestellt werden und ähnlich wirksam und sicher sind wie diese.

Biologika und Biosimilars werden entweder mit einer Spritze oder per Infusion in der Praxis Ihres Arztes bzw. in der Klinik verabreicht. In der Regel können mit diesen Medikamenten bereits innerhalb weniger Wochen erste Therapieerfolge erzielt werden.

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Informationsmaterial

Hier finden Sie unter anderem die Patientenbroschüre.

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