Therapie aus vielen Bausteinen: Die Behandlungsmöglichkeiten!

Trotz intensiver Forschung: Schuppenflechte ist bis heute nicht komplett heilbar. Das soll Sie nicht beunruhigen, denn es gilt auch: Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto eher besteht die Chance, dass sie weniger schlimm verläuft oder sogar zum Stillstand kommt.

Je nachdem, ob die Psoriasis allein oder in Kombination mit einer Psoriasis-Arthritis auftritt, setzen Ihre Ärzte auf verschiedene Therapie-Bausteine, die sie je nach Schweregrad und Verlauf individuell für Sie zusammenstellen.

Experten empfehlen, die Behandlung mit Medikamenten möglichst bald nach Ausbruch der Erkrankung zu beginnen. Je nach Stadium und Schweregrad der Erkrankung wird Ihr Arzt Ihnen folgende Therapieoptionen vorstellen:

Phototherapie: Linderung durch Licht

Die UV-Strahlen hemmen bestimmte Zellen des Immunsystems und drosseln so auch die übersteigerte Produktion von Hautzellen bei der Schuppenflechte.

Klimatherapie: Salz- und Seeluft

Auch ein Aufenthalt am Meer bringt Erholung von der Psoriasis. Besonders das Tote Meer mit seinem hohen Mineraliengehalt hemmt die Entzündung und verstärkt die Wirkung des Sonnenlichts.

Cremes und Lotionen

Gegen die Hautbeschwerden helfen Medikamente in Form von Cremes, Salben und Lotionen (topischer Ansatz). Linderung verschaffen auch spezielle Badezusätze und Shampoos. Um die Schuppen abzulösen, können auch Salbenverbände aufgelegt werden. Meist sind darin Wirkstoffe wie Salicylsäure, Harnstoff oder Milchsäure enthalten, oft auch Vitamin D. Häufig kombiniert man solche Präparate mit Kortisonsalben. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten: Bei einer Langzeitanwendung löst Kortisonsalbe selbst Hautschäden aus.

Vitamin-A-Abkömmlinge (Retinoide)

Neben Cremes und Lotionen können bei Schuppenflechte „systemische“ (innerlich anzuwendende) Therapieformen erforderlich sein, beispielsweise eine Behandlung mit Vitamin-A-abkömmlingen (Retinoiden). Diese Wirkstoffe normalisieren das Zellwachstum und beschleunigen die Abschuppung.

Immunsuppressiva:

Um die Entzündung am Ort der Entstehung zu hemmen und den zerstörenden Prozess zu verlangsamen, werden Immunsuppressiva eingesetzt. Diese greifen direkt in das Immunsystem ein. Bekannte Wirkstoffe sind Azathioprin, Sulfasalazin oder Methotrexat.

 

 

Biotechnologisch hergestellte Immunsuppressiva

Seit einiger Zeit werden auch biotechnologisch hergestellte Immunsuppressiva, sogenannte „Biologika“, oder neuerdings auch „Biosimilars“ eingesetzt. Dazu gehören unter anderem die TNF-α-Blocker, die zielgerichtet in das Entzündungsgeschehen eingreifen und im Idealfall die Erkrankung sogar stoppen können.

Therapie-Bausteine

  • Phototherapie
  • Klimatherapie
  • Topische Behandlung (auf der Haut) bei Schuppenflechte, z. B. mit Salben
  • Vitamin-A-Abkömmlinge (Retinoide)
  • Immunsuppressiva
  • Biotechnologisch hergestellte Immunsuppressiva
    („Biologika“ bzw. „Biosimilars“)
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