Diagnose der Psoriasis-Arthritis

Wie erkennt mein Arzt Psoriasis-Arthritis?

Da Psoriasis und Psoriasis-Arthritis in Kombination auftreten können, aber nicht müssen, dauert es oft lange, bis eine eindeutige Diagnose gestellt wird. Ein erster Hinweis auf eine mögliche Psoriasis-Arthritis kann eine Nagel-Psoriasis sein. Aber auch Patienten mit Gelenkschmerzen, bei denen es in der Familie bereits Fälle von Psoriasis gab, sollten die Möglichkeit dieser „Doppelpack-Erkrankung“ in Betracht ziehen und ihren Arzt darauf hinweisen. Dieser wird vermutlich folgende Untersuchungen durchführen:

Klinische Untersuchung:

Ihr Arzt tastet Ihre Gelenke ab, vor allem Hände und Füße. Er  kann hier ertasten, ob es sich um eine entzündliche Schwellung, hervorgerufen durch die Psoriasis-Arthritis, handelt oder um eine eher knöcherne Auftreibung, wie sie bei der Arthrose zu finden ist.

Ihr Arzt wird in Bezug auf die Schuppenflechte Hautbeschaffenheit und Hautveränderungen untersuchen. Dabei beachtet er die Ausprägung von Rötung, Dicke und Schuppung sowie das Ausmaß der von diesen Symptomen betroffenen Körperoberfläche in den Regionen Kopf, Arme, Rumpf und Beine.

Für Psoriasis typisch ist das sogenannte Auspitz-Phänomen („blutiger Tau“), bei dem nach Entfernen der festanhaftenden Schuppen punktartige Blutungen auftreten. Ein Vorliegen dieses Phänomens kann die Diagnose sichern.

Auch an den Nägeln können sich Zeichen der Psoriasis zeigen. Dies sind z. B. Tüpfelung, Ölflecken mit gelblichen Veränderungen oder auch Verhornung des Nagelbettes.

Familienanamnese:

Ihr Arzt wird bei Ihnen womöglich auch nachfragen, ob ein Verwandter ebenfalls an Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis erkrankt ist oder war, denn die Krankheitsgeschichte Ihrer Familie kann ein weiteres Indiz dafür sein, dass Sie Psoriasis-Arthritis haben.

Laboruntersuchungen:

Durch Blutuntersuchungen erhält Ihr Arzt viele wertvolle Informationen. Bei Verdacht auf eine Psoriasis-Arthritis wird meistens das sogenannte Routinelabor gemacht (häufig: Blutsenkungsgeschwindigkeit, Blutbild, Leber-/Nierenwerte sowie Serumlipide) sowie verschiedene weitere Entzündungsparameter bestimmt (CRP*, ACPA**, RF***). Ist z. B. der Rheumafaktor negativ, kann dies auf eine Psoriasis-Arthritis hindeuten.

Ergänzend dazu kann die Bildgebung weitere Informationen für die Diagnosestellung liefern. Hier werden meistens MRT- oder Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen angefertigt und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt (Sonographie).

Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über Ihre Beschwerden – wenn ein Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung vorliegt, wird er Sie zur Bestätigung der Diagnose zu einem Spezialisten, dem Rheumatologen, überweisen.

* CRP = C-reaktives Protein

** ACPA = Antikörper gegen citrullinierte Peptide/Proteine

*** RF = Rheumafaktor

Krankheitsbild Psoriasis-Arthritis

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