Die wichtigsten Fachbegriffe auf einen Blick

Allergen
Substanz, die eine allergische Reaktion auslösen kann, z. B. Blütenpollen.

Anticholinergika
Gruppe von Medikamenten, die die glatte Muskulatur entspannen. Werden sie inhaliert, entspannen sie die Muskulatur der Atemwege und rufen so eine Erweiterung der Bronchien hervor. Dadurch wird die Atmung erleichtert und die Sauerstoffversorgung verbessert. Anticholinergika werden unter anderem zur Behandlung der COPD eingesetzt.

Asthma
Entzündliche Atemwegserkrankung, bei der die Luftwege überempfindlich auf bestimmte Reize von außen, aber auch Stress und sportliche Überanstrengung, reagieren und sich verengen.

Beta-2-Sympathomimetika
Gruppe von Medikamenten, die die Bronchien erweitern. Die Wirkstoffe setzen an den Beta-2-Rezeptoren der Atemwegsmuskulatur an und führen dort zu einer Entspannung. Dadurch erweitern sich die Bronchien und es gelangt wieder mehr Luft in die Lunge. Es gibt schnellwirksame Beta-2-Sympathomimetika, deren Wirkung innerhalb weniger Minuten einsetzt, aber nur wenige Stunden anhält, und langwirksame, deren Wirkung erst nach einiger Zeit einsetzt, dafür aber lange (12-24h) anhält. Beide Arten werden zur Behandlung von Asthma und COPD eingesetzt.

Bronchien
Atemwege in der Lunge, durch die die Luft von der Luftröhre zu den Lungenbläschen gelangt. Die beiden Hauptbronchien, die zum rechten und zum linken Lungenflügel führen, verzweigen sich in kleinere Bronchien, die sich ebenfalls weiter verzweigen. Die kleinsten Verzweigungen der Bronchien werden als Bronchiolen bezeichnet.

Bronchitis
Akute oder chronische Entzündung der Bronchien. Häufige Symptome sind Husten und Auswurf. Eine chronische Bronchitis kann sich zu einer COPD weiterentwickeln.

Bronchodilatatoren
Oberbegriff für Medikamente, die die Atemwege (Bronchien) erweitern. Werden bei COPD und Asthma eingesetzt.

Controller
Bezeichnung für Medikamente, die die Lungenfunktion stabilisieren und so dauerhaft die Symptome von Asthma und COPD unter Kontrolle bringen. Sie werden regelmäßig angewendet. Zu dieser Gruppe von Medikamenten gehören inhalative Glukokortikosteroide und langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (LABA), die ebenfalls inhaliert werden, sowie feste Kombinationen aus beiden Stoffklassen.

COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Erkrankung, die sich durch die dauerhafte Verengung der Bronchien auszeichnet, so dass bei der Atmung weniger Sauerstoff in die Lunge gelangt. Als Folge kann es zu Atemnot kommen.

Dosieraerosol
Dieses Inhalationssystem enthält den Wirkstoff in gelöster oder suspendierter Form im druckverflüssigten Treibgas. Durch das Auslösen eines Sprühstoßes wird eine Aerosolwolke aus feinsten Tröpfchen freigesetzt, die eingeatmet werden muss.

Einsekundenkapazität (FEV1)
Luftmenge, die nach tiefem Einatmen innerhalb der ersten Sekunde der forcierten, also bewusst kraftvollen Ausatmung maximal ausgeatmet werden kann.

(Lungen-) Emphysem
Erkrankung, bei der die Lunge dauerhaft überbläht ist und die Lungenbläschen geschädigt sind. Die kohlenstoffdioxidhaltige Luft verbleibt in den Verästelungen der Atemwege anstatt ausgeatmet und so durch frische sauerstoffhaltige Luft ersetzt zu werden. Dadurch  verschlechtert sich die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Das Lungenemphysem entsteht meist als Folge einer chronischen Bronchitis.

Exazerbation
Plötzliche, starke Verschlimmerung der Symptome, z.B. von COPD oder Asthma, die zu schwerer Atemnot und Unterversorgung mit Sauerstoff führen kann. Sie muss sofort behandelt werden, da Lebensgefahr bestehen kann.

Kombinationspräparat
Medikament zur Langzeitbehandlung von Asthma und COPD, bei dem ein Glukokortikosteroid und ein langwirksames Beta-2-Sympathomimetikum in einem Präparat zur Inhalation kombiniert sind. Das Glukokortikosteroid bekämpft die Entzündung, während das Sympathomimetikum die Bronchien erweitert.

Ganzkörper-Plethysmographie
Verfahren zur Lungenfunktionsprüfung, mit dem das Lungenvolumen und der Atemwegswiderstand sehr genau bestimmt werden können. Der Patient sitzt während der Messung in einer geschlossenen Kabine und atmet über ein Mundstück in einen separaten Raum. Durch die bei der Atmung entstehenden Druckschwankungen kann der Druck in den Lungenbläschen ermittelt werden.

Glukokortikosteroid (auch: Kortikosteroid, Glukokorticoid, Kortikoid)
Kortisonabkömmling enthaltendes Medikament, das Entzündungen zum Abklingen bringen kann. Zur Behandlung von Asthma werden Glukokortikosteroide meist inhaliert. Dadurch entfalten sie ihre Wirkung direkt in der Lunge und gehen kaum in andere Bereiche des Körpers über. Inhalative Kortikosteroide sind daher gut verträglich.

LABA
Die Abkürzung steht für Long Acting Beta Agonist, deutsch: langwirksames Beta-2-Sympathomimetikum. Diese Gruppe von Medikamenten dient zur Erweiterung der Bronchien bei Asthma und COPD. Auf Grund ihrer langen Wirkdauer werden diese zur Langzeit-Behandlung eingesetzt, um die Lungenfunktion zu stabilisieren und die Symptome dauerhaft unter Kontrolle zu bringen.

Peak (Expiratory) Flow (PEF)
Messwert, der die Maximalgeschwindigkeit der Luft bei kräftiger Ausatmung im Rahmen einer Lungenfunktionsmessung angibt. Die Bestimmung des Peak Flows ist wichtig zur Diagnose und Verlaufskontrolle bei Asthma.

Peak-Flow-Meter
Gerät zur Prüfung der Lungenfunktion. Es misst die höchste Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft während einer kräftigen Ausatmung (Peak Expiratory Flow = PEF).

Pricktest
Allergietest, bei dem die Haut leicht eingeritzt wird und eine Allergen-haltige Flüssigkeit auf die eingeritzte Stelle aufgebracht wird. Anhand der Reaktion der Haut, z.B. Rötung und Quaddel-Bildung, kann der Arzt feststellen, ob eine Allergie auf die getestete Substanz vorliegt.

Provokationstest
Test, der zur Diagnostizierung von allergischem Asthma dient. Dabei atmet der Patient Allergene in steigender Dosierung ein. Parallel wird die Lungenfunktion gemessen. Eine Verschlechterung der Lungenfunktionswerte oder das Auftreten von Asthma-Symptomen deutet auf das Vorliegen von allergischem Asthma hin.

Pulverinhalator
Inhalationssystem, das den Wirkstoff in trockener Pulverform enthält. Der Patient muss das Pulver durch die Sogkraft der Einatmung in die Lunge aufnehmen.

Reliever
Gruppe von Medikamenten zur Behandlung des akuten Asthmaanfalls oder einer Exazerbation bei COPD. Sie wirken meist innerhalb weniger Minuten, erweitern die Bronchien und erleichtern so schnell das Atmen. Die Medikamente werden bei Bedarf eingesetzt. Die wichtigste Wirkstoffklasse sind die schnellwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (SABA).

Reversibilitätstest
Test zur Differentialdiagnose von Asthma bzw. COPD. Beide Erkrankungen gehen mit einer Verengung der Bronchien einher. Allerdings ist die Obstruktion (Verengung) bei Asthma (in den Anfangsstadien) durch ein bronchienerweiterndes Medikament (meist ein schnellwirksames Beta-2-Sympathomimetikum) vollständig wideraufhebbar, bei COPD hingegen nur teilweise. Verbessert sich also der Peak-Flow-Wert nach Anwendung des schnellwirksamen Beta-2-Sympathomimetikums spricht dies für das Vorliegen von Asthma. Tritt keine oder nur eine leichte Verbesserung ein, liegt wahrscheinlich eine COPD vor.

SABA
Die Abkürzung steht für Short Acting Beta Agonist. Es handelt sich dabei um ein schnellwirksames Beta-2-Sympathomimetikum, also ein bronchienerweiterndes Medikament zur Behandlung von Asthma und COPD. Die Wirkung tritt innerhalb weniger Minuten ein, hält jedoch nur wenige Stunden an. Daher wird es nur bei Bedarf, also zur Behandlung akuter Attacken, eingesetzt.

Spirometrie / Spirometer
Die Spirometrie ist ein häufig angewendetes Verfahren zur Lungenfunktionsprüfung, bei dem mit Hilfe eines Spirometers das Lungen- und Atemvolumen sowie die Flussgeschwindigkeit der Atemluft gemessen und grafisch dargestellt werden. Sie dient zur Diagnostizierung von Asthma und COPD.

Vitalkapazität (VC)
Gesamtmenge an Luft, die nach einem tiefen Atemzug maximal ausgeatmet werden kann.

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