Ein guter Trainingszustand wirkt sich günstig auf das Asthma aus

Ein guter Trainingszustand wirkt sich günstig auf das Asthma aus. Denn Sport steigert die Ausdauer, erhöht das Lungenvolumen und verbessert die Lungenfunktion. Außerdem kann die Reizschwelle für das Auftreten von Asthma-Symptomen erhöht werden, so dass die Gefahr von Asthmaanfällen sinkt. Gleichzeitig bietet sportliche Aktivität eine Möglichkeit zur Ablenkung von der Erkrankung, hilft Stress abzubauen und erhöht zudem das Selbstvertrauen. Sport spielt deshalb eine sehr wichtige Rolle in der Krankheitsbewältigung.

In vielen Orten gibt es inzwischen Lungensportgruppen, in denen Patienten mit Atemwegserkrankungen gemeinsam trainieren, sich gegenseitig motivieren und sich austauschen können.

Diese Punkte gilt es beim Training zu beachten:

  • Bevor mit dem Training begonnen wird, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. Dabei kann der Grad der Belastbarkeit ermittelt werden. Auf dieser Basis können die Intensität, Frequenz und Art des Trainings gezielt angepasst werden.
  • Das Asthma sollte ausreichend unter Kontrolle sein. Zusätzlich ist es ratsam, beim Sport immer ein Bedarfsmedikament dabei zu haben.
  • Vor Beginn einer jeden Trainingseinheit sollte eine Aufwärmphase von ca. 15 Minuten erfolgen. Denn eine zu plötzliche Anstrengung kann für die Atemwege zu belastend sein und Symptome auslösen.
  • Am besten geeignet sind Ausdauersportarten mit gleichmäßigen Bewegungsabläufen, z.B. Joggen, Nordic Walking, Wandern, Inline Skating, Tanzen, Rad fahren, Schwimmen, Rudern.
  • Regelmäßig trainieren - 3-5 mal pro Woche ist ideal.
  • Belastungsspitzen vermeiden. Wer erstmals trainiert, sollte moderat beginnen und die Belastung nach und nach langsam steigern, um eine Überlastung der Atemwege und eine Reizauslösung zu vermeiden.
  • Bei Outdoor-Sport sollten klimatische Bedingungen beachtet werden. Bei einer Pollenallergie ist Sport im Freien während des Pollenflugs tabu. Im Winter kann Anstrengung bei sehr kalter und trockener Luft ebenfalls die Atemwege belasten.

Leistungssport

Bei entsprechendem Trainingszustand sind auch Asthmatiker in der Lage, Leistungssport zu betreiben und an Wettkämpfen teilzunehmen. Es gibt in vielen Disziplinen Weltklasse-Sportler, die Asthma haben. Bei der Teilnahme an Wettkämpfen gilt es allerdings, die Anti-Doping-Vorgaben zu beachten. Denn einige Asthmamedikamente enthalten Substanzen, die als dopingrelevant eingestuft werden. Leistungssportler sollten daher einen Sportarzt konsultieren und die Behandlung ihres Asthmas mit ihm abstimmen. Die aktuelle Liste verbotener Substanzen kann bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur unter www.nada-bonn.de eingesehen werden.

Mobile App "AsthmaLaVista"

AsthmaLaVista ist die pfiffige App, um alle Infos rund um Ihr Asthma immer dabei zu haben.

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Reisen

Reisen sind mit einem gut kontrollierten Asthma kein Problem.

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Informationsmaterial

Hier finden Sie Broschüren und Informationshefte rund um das Thema Atemwegserkrankungen zum Downloaden und Bestellen.

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