Diagnose der COPD

Zur Diagnose der COPD nimmt der Arzt die Krankengeschichte auf, und führt eine körperliche Untersuchung sowie eine Lungenfunktionsprüfung durch.

Fragen zur Krankengeschichte sind z. B: Wie lange haben Sie schon Husten? Wann ist der Husten am stärksten? Husten Sie Schleim ab? Bekommen Sie bei körperlicher Belastung schlecht Luft? Der Arzt wird auch nach dem Rauchverhalten fragen, also ob, seit wann und wie viel Sie rauchen.

Bei der körperlichen Untersuchung hört der Arzt die Lunge ab. Geräusche beim Atmen wie zum Beispiel ein Pfeifen geben erste Aufschlüsse über das Vorliegen einer Erkrankung. Zur weiteren Erhärtung der Diagnose folgt ein Lungenfunktionstest, bei dem ermittelt wird, welche Luftmenge nach einem tiefen Atemzug (Vitalkapazität, VC) bzw. innerhalb der ersten Sekunde der Ausatmung maximal ausgeatmet werden kann (Einsekundenkapazität, FEV1). Diese Werte und ihr Verhältnis zueinander zeigen, ob eine Verengung der Atemwege vorliegt. Während Gesunde in der ersten Sekunde mindestens 80 % der Vitalkapazität ausatmen können, liegt der Wert von COPD-Patienten zum Teil deutlich darunter. Eine Blutgasanalyse gibt Aufschluss über den Sauerstoffgehalt im Blut, der bei COPD häufig geringer als bei Gesunden ist. Eine Röntgenuntersuchung kann notwendig sein, um ein Emphysem zu diagnostizieren und um andere Erkrankungen der Lunge auszuschließen. Im Einzelfall können sich weitere Untersuchungen anschließen, z.B. ein EKG und/oder Belastungstests.

Manchmal ist es schwierig, die COPD von einer Asthma-Erkrankung zu unterscheiden. Dann kann der Arzt einen sogenannten Reversibilitätstest durchführen. Dabei inhaliert der Patient ein Medikament, das die Atemwege erweitert, zum Beispiel ein sogenanntes schnellwirksames Beta-2-Sympathomimetikum (Short-Acting-Beta-Agonist, SABA). Wenn 15 bis 20 Minuten nach der Inhalation die Verengung der Atemwege zurückgegangen ist (erkennbar an verbesserten Werten bei der Lungenfunktionsmessung), spricht dies eher für die Diagnose Asthma. Denn die Verengung beruht bei der COPD auf irreversiblen, strukturellen Veränderungen der Atemwege und nicht, wie bei Asthma, hauptsächlich auf der Verkrampfung der Muskulatur.

Die COPD wird je nach Schwere der Symptome und Lungenleistung in 4 Schweregrade eingeteilt (Schweregrad 1 bis 4).

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COPD Behandlung

Die COPD ist nicht heilbar, das Fortschreiten kann aber durch eine möglichst frühe Diagnose und eine gezielte Behandlung verlangsamt werden.

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Informationsmaterial

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