Nicht medikamentöse Maßnahmen

Nicht medikamentöse Maßnahmen in der Therapie von Asthma

Patientenschulung

Bei Asthma ist es wichtig, möglichst viel über die Erkrankung zu wissen, um im Alltag gut zurecht zu kommen. Ärzte und Physiotherapeuten bieten deshalb spezielle Schulungskurse für Asthmapatienten an. Bei diesen Schulungen steht weniger das theoretische Wissen, sondern vor allem praktische Hilfestellung für den Alltag im Vordergrund. Patienten erlernen die richtige Anwendung der Medikamente, üben die Selbstmessung der Lungenfunktion mit dem Peak-Flow-Meter und trainieren spezielle Atem- und Entspannungstechniken. Dazu gehören das richtige Ein- und Ausatmen und spezielle Hustentechniken. Das richtige Verhalten bei Asthmaanfällen mit atemerleichternden Körperhaltungen („Kutschersitz“ und „Torwarthaltung“) und Atemtechniken („Lippenbremse“) werden ebenfalls erlernt. Durch die Atemtherapie wird die Atemmuskulatur trainiert und ihre Leistung verbessert.

(von links) Kutschersitz, Torwartstellung, Lippenbremse

Das sichere Beherrschen dieser Techniken verleiht Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung und hilft dabei, auch im Notfall Ruhe zu bewahren.

Allergenvermeidung

Wenn es sich um allergisches Asthma handelt und das auslösende Allergen bekannt ist, kann viel erreicht werden, indem dieses Allergen so gut wie möglich gemieden wird. Sind zum Beispiel Tierhaare die Auslöser, sollte der Kontakt mit Tieren vermieden und auch auf Haustiere verzichtet werden.

Bei der sogenannten Hausstaub-Allergie, bei der die Exkremente von Milben die Auslöser sind, sollten „Staubfänger“ wie Kissen, Decken, Polster und Teppiche aus der Wohnung entfernt und alle Oberflächen regelmäßig feucht abgewischt werden. Für Matratzen und Bettdecken gibt es milbendichte Spezialbezüge.

Schwieriger ist es, die Auslöser einer Pollenallergie zu meiden, denn die winzigen Pollenkörnchen sind in der Blütezeit fast überall in der Atemluft vorhanden. Mit speziellen Pollenschutzgittern können die Fenster abgedichtet werden, so dass weniger Allergene in die Wohnung eindringen. An schönen Tagen während der Blütephase ist es ratsam, in geschlossenen Räumen zu bleiben.

Rauchstopp

Tabakrauch kann Asthmaanfälle auslösen, Allergien verschlimmern und neue Allergien auslösen. Bei Asthma sollte man daher besser auf das Rauchen verzichten. Ein konsequenter Rauchstopp beendet die Minderdurchblutung der Schleimhäute und darüber hinaus die Dauerbelastung der Lunge mit feinen Partikeln und Giftstoffen, wodurch sich die Schleimhäute wieder regenerieren können.

Sportliche Aktivitäten

Körperliches Training kann die allgemeine Ausdauer und Belastbarkeit erhöhen und die Lungenfunktion verbessern. Dadurch können Asthmasymptome reduziert werden. Ideal geeignet sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Rad fahren, Wandern, Walken und Joggen. Extreme Überbelastungen sollten dabei vermieden werden. Wichtiger ist es, regelmäßig aktiv zu werden - am besten mehrmals pro Woche.

Mittlerweile gibt es Lungensportgruppen, in denen individuelle Trainingsprogramme unter Anleitung speziell ausgebildeter Übungsleiter und unter ärztlicher Betreuung durchgeführt werden.

Lungensportgruppen finden

Die Initiative Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V. bietet auf ihrer Internetseite vielfältige Informationen über Lungensport sowie eine Datenbank mit den Adressen von Lungensportgruppen in ganz Deutschland: www.lungensport.org

Atemtechnik

Mit speziellen Übungen kann die Atemmuskulatur gekräftigt werden. Spezielle Atemtechniken und Körperhaltungen helfen bei Atembeschwerden und einem beginnenden Anfall, einer Verengung der Atemwege entgegenzuwirken. Diese Techniken können im Rahmen einer Physiotherapie erlernt werden.

Abbau von Übergewicht

Ein zu hohes Körpergewicht wirkt sich negativ auf Asthma aus. Denn Übergewichtige geraten bei Anstrengung besonders schnell in Atemnotnot. Der Abbau von Übergewicht kann daher zu einer Verbesserung der Beschwerden beitragen.

Mobile App "AsthmaLaVista"

AsthmaLaVista ist die pfiffige App, um alle Infos rund um Ihr Asthma immer dabei zu haben.

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Medikamentöse Therapie

Zur Behandlung von Asthma stehen Bedarfs- und  Langzeitmedikamente zur Verfügung, die bevorzugt inhalativ verabreicht werden.

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Informationsmaterial

Hier finden Sie Broschüren und Informationshefte rund um das Thema Atemwegserkrankungen zum Downloaden und Bestellen.

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