Alter und Schmerz gehören nicht zusammen

Um älteren Patienten mit chronischen Schmerzen weitestgehende Schmerzfreiheit und mehr Lebensqualität zu ermöglichen, wurde die Aktion Schmerz 60plus ins Leben gerufen.  Sie informiert zu neuen Erkenntnissen in der Schmerztherapie älterer Menschen. "Dem Leben nicht nur mehr Jahre, sondern auch den Jahren mehr Leben geben", dafür macht sich der wissenschaftliche Beirat der Aktion stark.

Vor allem auf die Gefahr von Medikamenten-Wechselwirkungen will die Aktion aufmerksam machen. Denn mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der eingenommenen Medikamente und somit die Gefahr von Wechselwirkungen, da sich die Wirkstoffe in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen beeinflussen können.

Aus diesem Grund stehen in der Schmerztherapie von Menschen im Alter von 60plus Substanzen im Mittelpunkt mit einem geringen Interaktionspotenzial, die nebenwirkungsarm und in der Langzeittherapie gut verträglich sind. Denn durch derartige Präparate können auch ältere Menschen ihr Leben noch aktiv und mit Freude gestalten.

Spezielle Anforderung an die Schmerztherapie im Alter

Derzeit gibt es in Deutschland über 20 Millionen Menschen, die 60 Jahre und älter sind. Von ihnen leiden 60 bis 80 Prozent an verschiedenen Grunderkrankungen sowie an chronischen Schmerzen, die den Alltag beeinträchtigen. Um diese Schmerzen effektiv zu lindern, muss die Schmerztherapie die spezifischen Anforderungen der Generation 60plus berücksichtigen:

  • Der Körper verändert sich: Mit zunehmendem Alter lassen unsere Körperfunktionen nach. Betroffen sind vor allem Herz, Niere, Lunge und Bewegungsapparat. Das Blut transportiert weniger Sauerstoff, Herz und Nieren arbeiten langsamer.
  • Viele Erkrankungen, viele Medikamente, viele Wechselwirkungen. Ältere Patienten nehmen durchschnittlich bis zu sieben verschiedene Medikamente ein, so dass die Gefahr von Wechselwirkungen steigt. Im Rahmen einer Schmerztherapie benötigen ältere Patienten ein Schmerzmittel mit geringem Interaktionspotenzial.

Richtige Schmerztherapie ab 60plus heißt:

  • den Schmerz zu erkennen und zu beschreiben,
    wie stark er ist
  • den Schmerz soweit zu lindern, dass er erträglich ist
  • bei starken Schmerzen von Anfang an starke Schmerzmittel zu nehmen
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu minimieren

Aktion "Schmerz60plus"

Die richtige Schmerztherapie hilft Schmerzen zu lindern und berücksichtigt Wechselwirkungen von Medikamenten. Umfangreiche Informationen zur Schmerztherapie im Alter 60plus für Patienten und Fachkreise sind auch im Internet auf der Website www.schmerz60plus.de zu finden. Darüber hinaus gibt es hier einen Bereich mit Broschüren und anderem Service-Material, sowie einen Bereich mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema "Schmerz60plus".

Mehr Informationen finden Sie unter www.schmerz60plus.de

Infomaterial

Hier finden Sie Informationsmaterial rund um das Thema Schmerz, z.B. Patientenbroschüren, Schmerzskalen, Schmerztagebücher etc.